Der typische Lebensraum der Rotkehlchen

Das Rotkehlchen wird je nach Heimatregion zu den Standvögeln oder den Kurzstreckenziehern gerechnet. Es besiedelt Europa fast vollständig sowie das nordwestliche Afrika.

Das Rotkehlchen ist dort heimisch, wo es ein gemäßigtes oder mediterranes Klima gibt. Auch in Regionen mit einem kalt-gemäßigten Klima ist es in der freien Natur anzutreffen. Das zeigt auch ein Blick auf die üblichen Verbreitungsgebiete des Singvogels. Sein Hauptverbreitungsgebiet ist Mittel- und Westeuropa. Dort stellt lediglich Portugal eine Ausnahme dar. Auch in Spanien und Frankreich ist das Rotkehlchen nicht durchgängig anzutreffen. In Skandinavien sind nur die Gebiete an der Nordsee vom Rotkehlchen besiedelt worden. Ausgebreitet hat es sich auch im Nordwesten Afrikas. In Asien ist es nur in den westlichen Regionen heimisch. Der nahe Osten wird als Region zum Überwintern genutzt. Deshalb gehört diese Art Singvogel auch zu den so genannten Teilziehern, auch als Kurzstreckenzieher bezeichnet. In Südeuropa, aber auch in den küstennahen Gebieten Westeuropas werden die Rotkehlchen zu den Standvögeln gerechnet, die auch an Ort und Stelle überwintern.

Welche Biotope bevorzugt das Rotkehlchen?

Das Rotkehlchen ist vor allem in den Wäldern beheimatet, wobei es gleichgültig ist, ob es sich um einen Mischwald oder einen reinen Nadelwald oder Laubwald handelt. Auch in den Auwäldern fühlt es sich heimisch, wenn dort keine dicke Krautschicht vorhanden ist und es eine gut gemischte Bodenfauna vorfindet. Das Unterholz sowie Gebüsch und Hecken sind beim Rotkehlchen als Lebensraum und Nistplatz ebenfalls beliebt. Das Rotkehlchen ist in Wassernähe häufig anzutreffen. Allgemein bevorzugt es feuchte Regionen mit viel Schatten. Das Rotkehlchen ist ein typischer Gartenvogel, der auch Parks und Friedhöfe gern besiedelt. Es nutzt die deutschen Mittelgebirge bis auf die höchsten Spitzen als Lebensraum. In den Alpen beispielsweise begegnet einem bei einer Klettertour bis hinauf auf 2.600 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.